Romwallfahrt 2024: Aussendungsgottesdienst

Diesen Gottesdienst könnt ihr als Aussendungsfeier vor der Romwallfahrt nutzen, z. B. bevor ihr zum Busabfahrtsort aufbrecht. Alle vorgeschlagenen Lieder sind Inhalt des Pilger*innenbuchs und können daraus gesungen werden. Sofern vorhanden, sind auch die Nummern aus dem God for you(th) angegeben.

Ablauf Aussendungsgottesdienst

Einstieg

Lied: Lasst uns ziehen zu den Quellen des Lebens 

Liturgische Eröffnung und Begrüßung: "Liebe Minis! Nur noch wenige Stunden [oder Tage] müssen wir noch warten und dann stehen wir mit tausenden Ministrant*innen aus unserer Diözese, ganz Deutschland und vielen anderen Ländern Europas auf dem Petersplatz in Rom und feiern unsere Gemeinschaft und unseren Glauben. Wir feiern, dass Gott zu jedem*r von euch sagt: 'Ich bin mit dir'! Bitten wir ihn um sein Erbarmen."

Kyrie:

  • Herr Jesus Christus, du schenkst Gemeinschaft und begleitest uns auf unserem Weg nach Rom. Herr, erbarme dich. (A: Herr, erbarme dich.)
  • Du hast deine Kirche gegründet auf lebendigen Steinen und wir Minis sind alle ein Teil dieser großen Gemeinschaft. Christus, erbarme dich. (A: Christus, erbarme dich.)
  • Du sprichst jedem und jeder Einzelnen von uns zu: "Ich bin mit Dir!" Herr, erbarme dich. (A: Herr, erbarme dich.)

Vergebungsbitte: Der allmächtige Gott erbarme sich unser, er nehme von uns, was uns von ihm und voneinander trennt und erfülle unsere Herzen mit Frieden und Freude. Amen. 

Gloria mit Lied: Gloria, Ehre sei Gott (Nr. 50)

Tagesgebet: Gütiger Gott, wir brechen auf nach Rom in die ewige Stadt, um unsere Gemeinschaft als Ministrant*innen und unseren Glauben zu feiern. Wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit und bitten Dich: begleite uns auf unserer Reise, schenke uns Frieden und Sicherheit und lass uns im Herzen spüren, was Du uns verheißen hast: "Ich bin mit Dir!". Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder, Wegbegleiter und Herrn. Amen. 

Wortgottesdienst

Lesung: Du aber, Israel, mein Knecht, / Jakob, den ich erwählt habe, / Nachkomme meines Freundes Abraham: Ich habe dich von den Enden der Erde ergriffen, / aus ihrem äußersten Winkel habe ich dich gerufen. Ich habe zu dir gesagt: Du bist mein Knecht, / ich habe dich erwählt und dich nicht verworfen. Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; / hab keine Angst, denn ich bin dein Gott! Ich habe dich stark gemacht, / ja ich habe dir geholfen und dich gehalten mit meiner siegreichen Rechten. (Jes 41, 8ff.)

Lied: Herr, du bist mein Leben (Nr. 97 – wenn die fremdsprachigen Strophen ebenfalls gesungen werden, kann schon etwas "internationale Atmosphäre" aufkommen)

Halleluja: Singt Halleluja, unserm Herrn (Nr. 87)

Evangelium: Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, den Jesus ihnen [nach seiner Auferstehung] genannt hatte. Und als sie Jesus sahen, fielen sie vor ihm nieder, einige aber hatten Zweifel. Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Vollmacht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt. (Mt 28, 16ff.) 

Gedankenbausteine zu einer kurzen Ansprache: 

  • Liebe Minis! Niemand von uns reist alleine nach Rom. Wir sind unterwegs als Gruppe – als Gemeinschaft [einer Kirchengemeinde/einer Seelsorgeeinheit/eines Dekanats]. Es tut gut, nicht alleine als Minis unseren Dienst zu tun, sondern in den Gottesdiensten, Gruppenstunden, Leiter*innenrunden und bei Freizeiten Gemeinschaft zu erleben. Es tut gut zu sehen, nicht alleine unterwegs zu sein. Die nächsten Tage während der Romwallfahrt werden euch sicher viele Erlebnisse schenken, die ihr lange in Erinnerung behalten könnt. Wenn ihr zusammen auf dem Petersplatz steht und den Papst begrüßt, wenn ihr das Kolosseum bestaunt, im Meer eine Abkühlung genießt oder das beste Eis Roms esst. Bei all diesen Erlebnissen könnt ihr wahrnehmen: Ich bin als Mini nicht allein! Ich bin zusammen mit meinen Freund*innen, mit meinen anderen Minis in der ewigen Stadt unterwegs. 
  • Vielleicht werdet ihr in den nächsten Tagen auch manche Herausforderung erleben, die es auszuhalten und gemeinsam zu meistern gilt. Wenn es heißt, etwas länger auf einen Einlass oder die nächste U-Bahn zu warten, wenn es heißt alle in der Gruppe im Blick zu behalten, wenn es heißt, vielleicht auch manchen Streit zu lösen. Auch diese Erfahrungen können euch helfen, als Mini-Gemeinschaft zu wachsen und zu spüren: Ich bin mit anderen unterwegs.
  • Im gehörten Evangelium haben die Jünger Jesu ebenfalls eine Art Reise unternommen. Sie sind von Jerusalem aufgebrochen und zurück in ihre Heimat an den See Genezareth gewandert. Das sind immerhin 170 km und Busse und Bahnen gab es damals noch nicht – sie gingen alles zu Fuß. Außerdem kann es auch in Israel sehr heiß werden und noch dazu war die letzte Etappe auf ihrem Weg ein steiler Berg. Aber davon haben sie sich nicht abschrecken lassen, sondern sind Jesu Ruf gefolgt. Auf dem Berg haben sie dann Jesus getroffen. Eigentlich unglaublich, denn nach dem Todesurteil, das über Jesus verhängt wurde und seinen Tod am Kreuz, hatten sie eigentlich gedacht, dass sie sich von ihm hatten endgültig verabschieden müssen. Doch nun steht Jesus leibhaftig vor ihnen. Er ist von den Toten auferstanden! Und noch mehr: der Auferstandene verheißt seinen Jüngern und uns allen "Ich bleibe bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt!" (Mt 28, 20) Es ist Jesu Verheißung, wie wir sie schon beim Propheten Jesaja – unserem Wallfahrtsmotto – "Ich bin mit dir!" gehört haben. Mit dieser Verheißung, diesem Beistand, fahren wir/fahrt ihr nach Rom. Und dafür wünschen wir euch Gottes Segen und die Erfahrung von Freude und Gemeinschaft! Amen. 

Aktion zu den Fürbitten

Variante A: Persönliche Sorgen, Unsicherheiten und Gebetsanliegen, z. B. im Blick auf die Wallfahrt werden auf Zettel geschrieben. Diese können im Anschluss in einer Feuerschale verbrannt werden. Wahlweise können als Zettel auch Flying Wish Papers verwendet werden, die nach dem Verbrennen kurzzeitig in den Himmel steigen. -> Die Sorgen "bleiben Zuhause" bzw. steigen als Fürbittgebet zu Gott in den Himmel auf. 

Variante B: In den Bänken und im Kirchenraum liegen aufgeblasene Luftballons aus. Wünsche, Erwartungen und Hoffnungen für die Romwallfahrt können auf diese Ballons geschrieben werden. Im Anschluss können die Ballons zu anderen Gottesdienstteilnehmer*innen "zugespielt" werden (grob vergleichbar mit Volleyball :-)) und so wird der Raum spielerisch mit den Ballons erfüllt. Wenn man einen Ballon zugespielt bekommt, kann man auch den Wunsch einer anderen Person lesen und ins eigene Gebet aufnehmen. Dazu könnte z. B. die Wallfahrtshymne "Mit dir" abgespielt werden, um das Ballonspiel noch lebendiger zu machen.

Eucharistie

Gabenbereitung mit Lied: Herr, wir bringen in Brot und Wein (Nr. 128)

Gabengebet: Gütiger Gott, mit den Gaben von Brot und Wein legen wir auch unsere Hoffnungen und Wünsche, unsere Sorgen und Gebete für die Romwallfahrt auf deinen Altar. Und wie Brot und Wein in den Leib und das Blut deines Sohnes gewandelt werden, so wandle auch unser Leben und erfülle uns und unsere gemeinsamen Tage in Rom mit Segen und Freude. Amen. 

Hochgebet (nach Wahl) und Heilig-Lied: Du bist heilig, Du bringst Heil (Nr. 149 – wenn die fremdsprachigen Strophen ebenfalls gesungen werden, kann schon etwas "internationale Atmosphäre" aufkommen)

Dank mit Lied: Weite Räume, meinen Füßen 

Schlussgebet: Guter Gott, wir danken dir, für diesen gemeinsamen Gottesdienst, bei dem wir die Gemeinschaft spüren durften. Wir bitten dich, begleite du uns auch auf unserer Wallfahrt nach Rom. Lass uns spüren, dass du immer bei uns bist, an jedem Tag und bei jedem Schritt, den wir gehen werden. Hilf uns, in dieser Zeit die Gemeinschaft zu spüren, sodass das Motto "mit dir" nicht nur zwei Worte sind, sondern eine Erfahrung werden, die uns verbindet und stärkt. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn. Amen

Segen (für den Moment der Abfahrt gibt es einen speziellen Reisesegen)

Schlusslied: Jesus Christ you are my life (Nr. 538 – wenn die fremdsprachigen Strophen ebenfalls gesungen werden, kann schon etwas "internationale Atmosphäre" aufkommen)

Erarbeitet von Larissa L., Adrian N. und Manuel H.
Bildquelle: pixabay.com

 

 

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