Wintergedanken

Mit diesem Impuls könnt ihr die Gruppenstunde zur Schneeolympiade eröffnen. Zum einen macht er Lust auf Schnee. Zum anderen hebt er die unterschiedlichen Talente jedes Menschen hervor. Sicher ist kein Mini an jeder Station perfekt. Aber für jeden gibt es eine Station, an der er oder sie besonders gut ist. Und mit diesem Talent kann jeder Mini sein Team an einer anderen Stelle weiter bringen.

Draußen ist alles grau und kalt. Ich ziehe meine Mütze tiefer und mache mich auf den Weg. Ich beeile mich, um schnell wieder ins Warme zu kommen.
Seit heute Morgen sind immer mehr Wolken aufgezogen und es wird dunkler und dunkler. Fast schon Nacht.
Mit den Wolken kam ein eisiger Nordwind. Widerliches Wetter, denke ich mir, so kalt und dunkel. Ich laufe noch etwas schneller, ziehe den Kopf ein.

Da plötzlich spüre ich etwas auf meiner Nase. Kalt und feucht. Ich hebe den Kopf und schaue zum Himmel.

Eine zweite Schneeflocke segelt langsam herab und landet auf der Straße vor mir. Dann eine dritte und eine vierte. Schnee! Endlich fängt es an zu schneien! Die nächste Flocke fange ich mit der Zunge auf. Eine weitere landet auf meinem Ärmel. Ich betrachte sie kurz, bevor sie schmilzt.

Unglaublich, dass jede Schneeflocke anders aussehen soll! Dabei muss es doch tausende Schneefl ocken geben! Millionen! Und sie sind so klein … Jede einzelne ein winziges Kunstwerk aus gefrorenem Wasser.

Mein Gott, denke ich, mein Gott, du musst wirklich ein kreativer Künstler mit Liebe zum Detail sein! Wenn du selbst jeder Schneefl ocke ihre individuellen Eigenschaften mitgibst. Und jede einzelne ist so wunderschön und scheint aus Stolz darauf vom Himmel herab zu tanzen.

Ich will dir genau so fröhlich danken, wie diese Schneefl ocken, Herr! Denn du hast mich ganz individuell geformt, mit Liebe zu jedem Detail. Du hast mir ein Gesicht geschenkt, das mich von anderen unterscheidet. Und du hast mir ganz besondere Fähigkeiten mitgegeben, meine Talente. Mit diesen Talenten kann ich dich loben und dir danken. Und das will ich heute ganz bewusst tun! 

von Rebekka Breuer aus [a'ha:] 03/2015

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