Das Leben zieht seine Kreise

Mediation

Du brauchst:

  • Eine Baumsscheibe mit Rinde für jeden oder einfacher:
  • Fotos von Baumscheiben und Rindenstücken für jeden Mini
  • CD- Player
  • meditative Hintergrundmusik
  • ein braunes Tuch
  • eine Kerze und Streichhölzer

Gestalte die Mitte mit einen braunen Tuch, stelle eine Kerze in den Mittelpunkt.
Die Baumscheiben, Rindenstücke oder Fotos davon legst du nun um die Mitte.

Jeder Mini darf sich aus der Mitte eine Baumscheibe oder ein Foto nehmen.
Alle Minis werden eingeladen sich ein ruhiges Plätzchen zu suchen und es sich bequem zu machen für die Meditation.
Mache nebenher den Player startklar.

Schau dir die Baumscheibe genau an
Kannst du die Jahresringe auf ihr erkennen?

Fahre die einzelnen Ringe nach.
Was fällt dir dabei bei auf?

Sie winden sich wie eine Spirale um die Mitte.
Ja, das Leben zieht seine Ringe.

Jahr für Jahr kommt ein neuer Ring dazu
in Zeiten des Wachsens und des Neuwerdens.

Es gibt dicke und dünne Ringe - für fette und magere Zeiten.
Die Ringe sind ein Zeichen für unseren Lebensweg – für die guten und schlechten Zeiten.

Immer und immer wieder winden sich die Ringe um die Mitte.
Sie wiederholen sich Jahr für Jahr und sind doch nicht gleich.
Wieviele Jahre des Wachstums wohl hinter dem Baum liegen?
Versuche die Jahresringe zu zählen.

Vieles wiederholt sich auch in unserem Leben:
Frühling, Sommer, Herbst und Winter,
Tag und Nacht, Ebbe und Flut -
aber auch viele Dinge in unserem Alltag.

Unsere Aufgaben und die Abläufe im Alltag -
immer wieder das Gleiche und doch nicht gleich.
Die Jahresringe des Baumes zeigen uns das ganz deutlich.

Immer wieder die gleichen Aufgaben, immer wieder kommen
wir an dem gleichen Ort vorbei und doch ist es jedes Mal anders .

Wir lernen, werden reicher an Erfahrung,
lernen aus Fehlern, werden reifer und stärker.

Der älteste, innere Teil des Baums hat sich verhärtet.
Er ist das Rückgrat des inzwischen mächtigen Baumes.
So ist der Baum in stürmischen Augenblicken des Lebens
biegsam und knickt nicht gleich ein oder um.

Nun befühle die Rinde.
Wie fühlt sie sich an?

Die Rinde erfüllt eine wichtige Aufgabe.
Sie ist schützende Haut des Baums und bewahrt ihn vor Verletzungen.
Ohne die Rinde wäre die darunterliegende hauchdünne Zellschicht schutzlos Wind und Wetter ausgesetzt.

Unter der Rinde liegt die lebende Zellschicht.
Diese transportiert das Wasser und die Nährstoffe.
Die Zellschicht bildet einen neuen Jahresring.
Langsam wächst der Baum Ring um Ring in den Himmel.

Das ist ein schönes Zeichen für unser Leben:
Unsere Mitte, unser Glauben soll so fest sein damit wir
den stürmischsten Zeiten unseres Lebens standhalten können und auf Gott verrtauen.
Er hört unser Stoßgebet, er kennt unsere Sorgen und unser Leid.
Auf ihn, unsere Mitte, dürfen wir immer wieder zurückkommen.
Gott ist unser Halt in stürmischen Zeiten. Unser Zufl uchtsort in der Not.

Wir stehen mitten im Leben, entwickeln uns weiter, entfalten uns und
sind offen für Neues, Spannendes, Unbekanntes.
Wir sind auf der Suche
nach unseren Wurzeln,
nach der Erde die uns nährt.

So wie die nährende Erde den Baum mit seinen Wurzeln festhält,
so hältst du guter Gott mich, nur noch viel stärker. Tag für Tag.
Jahr für Jahr. Jahrzehnt um Jahrzehnt. Mein Leben lang.

von Corinna Ludwig aus [a'ha:] 01/2015

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