Video-Dreh – Meine Zukunft

Diese Gruppenstunde baut auf der Gruppenstunde "Wie könnte meine Zukunft aussehen?" auf. Ihr könnt auch einen „Zukunftstag“ veranstalten, an dem ihr beide Gruppenstunden aneinander hängt.

Du brauchst:

  • Kamera, Stativ, Mikro, Kopfhörer – das  Kameraequipment kannst du  mit einer JuLeiCa bei den Kreismedienzentren meist umsonst ausleihen
  • Laptop mit Schneideprogramm – auch den erhaltet ihr bei den Medienzentren
  • Verkleidung
  • Material für die Kulisse, zum Beispiel
  • Tücher, Kochtöpfe, … je nach Bedarf

So geht‘s:

Bilde Gruppen mit etwa vier bis fünf Minis. 
Jede Gruppe bekommt etwas Zeit um sich einen ganz normalen Tag in der Zukunft auszudenken.
Dafür kann sie die Blätter aus der Gruppenstunde „Wie könnte meine Zukunft aussehen?“ verwenden.
Gib den Minis einen zeitlichen Rahmen für ihren Film. 

Für die zeitliche Planung gilt die Faustregel: Für eine Beitragsminute filmt man etwa zehn Minuten.
Sobald eine kleine Geschichte geplant ist, geht es an die Verkleidung und die Kulisse.
Danach wird geprobt.
Ist die Gruppe soweit, hast du deinen Einsatz als Kameramann oder –frau.
Lass dir die Geschichte zuerst einmal ohne Kamera vorspielen.
Teile sie mit deinen Minis in Szenen ein, die du getrennt voneinander filmst. Vielleicht wechselt ihr zwischendurch ja den Raum?
Überlegt gemeinsam, welche Kameraperspektive jeweils geeignet ist, und wie ihr die Szenen miteinander verbinden könnt.

Bei einem Raumwechsel solltest du immer erst einen Weißabgleich mit einem Stück Papier machen.
Achte beim Filmen darauf, dass das Hauptmotiv scharf ist. Wichtig ist auch das passende Licht.
Filme nicht gegen Sonne. Wenn ihr drinnen seid, beleuchte die Personen ausreichend.
Das geht sowohl mit künstlichem Licht als auch mit dem natürlichen Tageslicht.

Beachte beim Filmen die richtige Kameraeinstellung. „Weit“ vermittelt einen Gesamteindruck. „Totale“ verwendest du für eine Person mit Umgebung.
Möchtest du eine Person mit wenig Umgebung zeigen, stellst du „Halbtotale“ ein. Für die Handlung einer Person kommt „halbnah“ zum Einsatz.
Um die Mimik hervorzuheben, verwendet man „nah“ (Kopf mit Brust) oder „groß“ (nur Kopf).
Schließlich gibt es noch die „Detail“-Einstellung, wenn du zum Beispiel nur ein Auge zeigen willst.

Wenn ihr alle Szenen so gedreht habt, dass alle zufrieden sind, geht es ans Schneiden. 
Dazu gibt es folgende Programme:

Windows Movie Maker 2025
Dieses Programm ist eine Freeware. Das heißt es ist kostenlos. Hiermit kannst du Videos schneiden, Titel einfügen und vieles mehr.

Adobe Premiere Pro
ist ein kommerzielles Film- und Videoschnittprogramm, das nonlinear arbeitet. Es verfügt über umfangreiche Werkzeuge zum Schneiden von Videoclips und einen Generator für Schrifttitel.

Canva - Video-Trimmer
Kostenloser Online-Video-Editor

Vegas Movie Studio
Für Hobbyfi lmer ist das Vegas Movie Studio ein vollständiges Videoschnittprogramm mit einer Vielfalt an Filtern und Effekten. Durch
Drag&Drop kannst du Video- und Audiodateien an der gewünschten Stelle einfügen.

Magix Video Deluxe
Mit diesem Videobearbeitungsprogramm kannst du Videos in 2D und 3D mit über 1000 Spezialeffekten und filmreifen Blenden und Vorlagen bearbeiten.

Pinnacle Studio Ultimate
Mit diesem Videoschnittprogramm kannst du durch die Drag&Drop Funktion mit Blenden, Animationen und Effekten im Handumdrehen ein Video zaubern.

Rechtliches

Bei eurer Filmproduktion müsst ihr ein paar rechtliche Dinge beachten.
Filmst du auf öffentlichem Gelände oder auf einem fremden Grundstück, brauchst du vorab eine Drehgenehmigung des Eigentümers.
Es gibt das sogenannte „Recht auf das eigene Bild“. Hole daher bei Kindern unter 18 Jahren die schriftliche Zustimmung der Eltern ein.

Wer Musik hinterlegt, muss Gebühren zahlen. Meistens an die GEMA. Davon ausgenommen sind Stücke, deren Komponisten und Interpreten seit mindestens 70 Jahren tot sind, und Stücke mit Copyleft.

Ihr habt viel Platz, mehrere Gruppenleiter und Kameras?

Super! So bekommt jede Gruppe einen eigenen Kameramann. Niemand muss warten, während die anderen gefilmt werden.
Ansonsten Wartezeiten mit kleinen Spielen überbrücken!

von Rebekka Breuer aus [a'ha:] 01/2015 

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