Das Kirchenjahr

Als Christen bewegt sich unser Leben auch „zwischen Himmel und Erde“ - die Feste im Kirchenjahr erinnern uns daran. Doch wann beginnt das Kirchenjahr? Wann ist welches Hochfest? Warum haben manche Hochfeste festgelegte Abstände zueinander? Diesen Fragen könnt ihr mit euren Gruppenkindern im Grundschulalter mit der folgenden Gruppenstunde näher auf den Grund gehen.

Dauer:

Informativer Teil: max. 30 Minuten

Kreativer Teil: ca. 45 Minuten

Benötigtes Material:

  • Tonkarton DIN A4 für jedes Gruppenkind einen
  • Vorlage für den Jahreskreis und Bilder zu den Kirchenfesten für jedes Gruppenkind (Link: Kopiervorlage Jahreskreis, Kopiervorlage Bilder)
  • Schere, Kleber, Stifte zum Anmalen
  • Papp-Uhrzeiger und Klammer zum Befestigen für jedes Gruppenkind 

Einstieg:

Vielleicht beginnt eure Gruppenstunde immer mit einem festen Ritual. Einem Lied, einem Gebet oder einem Spiel. Wenn nicht, findet ihr hier einige Vorschläge, wie ihr beginnen könnt.

  • Lied: „Die Zeit zu beginnen ist jetzt“
  • Spiel: Zublinzeln, Faules Ei, Gordischer Knoten, …

Informativer Teil:

Ihr trefft euch im Stuhlkreis oder am Tisch. In der Mitte liegt jeweils ein Bild zu jedem Kirchenfest. Dazu könnt ihr eventuell die Bilder größer kopieren und anmalen. Nun wartet ihr auf die Reaktionen der Gruppenkinder. Ziel ist es, dass zu jedem Bild/Kirchenfest etwas gesagt wird. Bei dieser Gelegenheit könnt ihr die Bilder gleich in die richtige Reihenfolge bringen.

Kreativer Teil:

Erklärt den Gruppenkindern dann wie die Kirchen-Jahresuhr gebastelt wird. Hier kurz die einzelnen Schritte:

  • Bilder anmalen und ausschneiden
  • Vorlage für den Jahreskreis auf den Tonkarton kleben
  • Bilder in der richtigen Reihenfolge in die Jahresuhr kleben und beschriften
  • Papp-Uhrzeiger ausschneiden und mit der Klammer befestigen.

Wenn ihr Lust habt könnt ihr auch eine große Uhr zusammen basteln und in der Sakristei aufhängen.

Hier eine kurze Erklärung der Kirchenfeste:

Advent:

Bedeutet übersetzt Ankunft. Während der Adventszeit, den vier Sonntagen vor Weihnachten, erwartet man die Ankunft Jesu an Weihnachten.

Nikolaus:

Der heilige Bischof Nikolaus half laut einer Legende einem verarmten Kaufmann, indem er nachts heimlich für dessen drei Töchter je ein Goldstück durchs Fenster warf. So wurde er zum Patron der Kinder und Minis.

Weihnachten:

An Weihnachten feiern wir Christen, dass Gott Mensch geworden und in Jesus auf die Welt gekommen ist.

Heilige Drei Könige:

Dieser Begriff bezieht sich auf die Weisen aus dem Morgenland, genannt Kaspar, Melchior und Balthasar. Sie wurden durch den Stern von Bethlehem zu Jesus geführt und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.

Aschermittwoch:

Dieser Tag liegt 40 Tage vor Ostern – wenn man die Sonntage weg lässt, die sind nämlich keine Fasttage. Die Gottesdienstbesucher bekommen an diesem Tag ein Aschekreuz auf die Stirn gezeichnet, als Zeichen der Umkehr und Buße.

Palmsonntag:

Man erinnert an Jesu Einzug in Jerusalem, als das Volk ihm zujubelt und er mit den Worten „Hosanna in der Höhe“ empfangen wird.

Gründonnerstag:

Am Abend vor seiner Kreuzigung feiert Jesus mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl. Dies ist der Ursprung der christlichen Eucharistie.

Karfreitag:

Dies ist der Freitag vor Ostern, an dem Christen Jesu Kreuzestod gedenken.

Ostern:

Wir feiern an Ostern die Auferstehung Jesu, durch die er drei Tage nach seiner Kreuzigung den Tod überwunden hat.

Christi Himmelfahrt:

Am 40. Tag nach Ostern wird Jesu Aufnahme in den Himmel gefeiert.

Pfingsten:

Bedeutet übersetzt fünfzigster Tag. Am 50. Tag des Osterfestkreises feiert man die Entsendung des Heiligen Geistes, der auf die Apostel und Jünger herabkam, als sie in Jerusalem versammelt waren. Quasi der Geburtstag der Kirche.

Erntedank:

Im Erntedank-Gottesdienst wird der Dank an Gott für die Früchte der Erde und der Arbeit der Menschen zum Ausdruck gebracht. Diese „Gaben des Schöpfers“ bedeuten Sicherheit und Lebenserhalt.

St. Martin:

Der 11. November ist der Gedenktag des Hl. Martin von Tours. An einem kalten Wintertag teilt er spontan seinen Mantel mit einem Bettler am Stadttor. In der darauffolgenden Nacht erscheint ihm Christus im Traum. Martin lässt sich taufen, gründet ein Kloster und wird zum Bischof von Tours gewählt.

Tipps für weitere Gruppenstunden:

  • jedes Kirchenfest ausführlich besprechen
  • Jahresuhr weiter ergänzen (liturgische Farben, …)

von Sabine Grandl [a'ha:] Ausgabe 03/2012

Als Favorit speichern

Beitrag teilen

Beitrag herunterladen / drucken

Ähnliche Beiträge